Die ASP scheint nicht aufzuhalten zu sein...

Aus Richtung Osteuropa wurden vor einigen Jahren die ersten Fälle gemeldet und auch in Belgien gab es bereits 2019 bestätigte Fälle. Die "Afrikanische Schweinepest", kurz ASP scheint nicht aufzuhalten zu sein. 

Anfangs waren es noch mehrere hundert Kilometer vor der deutschen Grenze, dann noch 100 km, noch 50km, noch 20km... Jetzt ist sie in Deutschland angekommen! Die ersten offiziellen Nachweise der ASP wurden in Brandenburg im September 2020 bestätigt. Ein Sperrgebiet zur Eindämmung der Seuche wurde eingerichtet. Mittlerweise gibt es starke Hinweise darauf, dass nicht nur die Ansteckung von Tier zu Tier, sondern auch die Verbreitung durch achtlos weggeworfene Speisereste (insbesondere Rohwurst) stattfindet.

Die Gefahr einer Infektion besteht ausschließlich für Wild- und Hausschweine, für andere Säugetiere z.B. Hunde oder auch beim Menschen besteht nach aktuellem Wissenstand, selbst bei dem Verzehr von Salami, Schinken oder anderen Rohwürsten keine Infektionsgefahr. Bei einer Infektion mit dem Virus verenden die Wild- oder Hausschweine in rund einer Woche! Das Virus selbst bleibt jedoch über einen längeren Zeitraum (bis zu 6 Monate) hoch infektiös und kann so weitere Tiere infizieren. Einen Impfstoff gegen die ASP gibt es nicht.

Zur Eindämmung der Gefahr hat Dänemark entlang der Grenze zu Deutschland einen wildschweinsicheren Zaun errichten lassen. In Deutschland wurde das Thema flächendeckender Zaun ebenfalls diskutiert, jedoch ist eine Errichtung entlang der gesamten östlichen Grenze nicht unbedingt realistisch herausgestellt. Hier hat man sich zu der Einzäunung entlang der grenznahen Autobahnen entschieden und zusätzliches Zaunbau-Material beschafft, dass jetzt für die Einzäunung des Sperrgebiets um den Ausbruchsort verwendet wird. Auf der Internetseite des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) können Sie die das aktuelle Ausbreitungsgeschehen verfolgen.

Trotz der gestiegenen Jagstrecke steigt der Bestand beim Schwarzwild noch immer. Zum Einen liegt die Ursache bei den milden Wintern der vergangenen Jahre, als auch bei den Anbaustrategien der gesamten Landwirtschaft. Dazu sind die Jagdpächter im ständigen Dialog mit den Landwirten, um die Bejagungsmöglichkeiten zu verbessern und dadurch auch die Wildschäden zu minimieren.

Wir als Jägerschaft können zumindest einen Beitrag zum Monitoring leisten, und für jedes erlegte Stück Schwarzwild zusätzlich zur Trichienprobe eine Blutprobe für den ASP-Nachweis beim Veterinäramt abgeben. Bei gleichzeitiger Abgabe einer Blutprobe entfällt die Gebühr für die Trichienuntersuchung von derzeit 9 €.

Wildursprungsschein zur Trichienuntersuchung (Stadt Wolfsburg)
Probenbegleitschein_Schwarzwild (ljn.de)

Gemeinsame Emfehlungen des Landvolk und des Niedersächsischen Jagdverband zur ASP-Prävention

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